Wann und wie alles begann, das ist die große Frage…

Ich denke, es muss vor ca fünf Jahren gewesen sein, vielleicht auch schon länger, als der Mr Parkinson zum ersten Mal um die Ecke lugte.

Ich hatte Schmerzen in den Oberschenkeln und meine Beine bewegten sich nicht so flott, wie ich es wollte. „Müdigkeit und man wird ja älter“, war damals gerade sechzig, hab ich nicht akzeptiert.
Meine rechte Hand zitterte machmal, ach, mal ne Unterzuckerung, hörte ja auch wieder auf. Meine leichte Depression wurde mittelgradig. Ich hatte ständig irgendwelche Schmerzen. Es folgten psychosamatische Reha Maßnahmen, Psychotherapie und Physiotherapie und kurzzeitige Besserung. Ab und an stolperte ich auch mal und das Absteigen vom Fahrrad musste durch vorheriges Anhalten geschehen. In der letzten Reha wollte ich Wortwörtlich mit dem Kopf durch die Wand. Beim Sport musste ich ja unbedingt, sportlich wie ich immer war, den Ball bekommen und lief ungebremst (war nicht möglich) mit dem Kopf gegen die Wand. Tatütata ins Krankenhaus, Nase nähen und zurück. Zum Glück nichts gebrochen. Ein paar Tage später war es mir nicht möglich aus dem Drachenboot zu klettern „sie müssen mal einen Gang zurück schalten, sie werden älter“ ggrrr!!
Wieder zu Hause war mein erster Weg zum Neurologen, der schickte mich zum MRT. Ohne Befund, alles in Ordnung, muss wirklich am Älterwerden liegen, alles etwas langsamer, Schmerztabletten und Antidepressiva.
Die Zitterpartie ging weiter, breitete sich auf Beine und Kiefer aus. Daraufhin musste ich zum Dat-Scan in die Uniklinik. Der Befund war, man kann es sich schon denken, Morbus Parkinson.
Es befiel mich eine richtige Fröhlichkeit, endlich wusste ich, was mit mir los ist. Ein Medikament und gut ist…denkste! Das ist jetzt ca eineinhalb Jahre her und ich habe die Krankheit immer noch nicht akzeptiert.
So hat alles begonnen.

Bika

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